Was ist eine Lackkorrektur und was kann sie nicht?
Lackkorrektur klingt nach Reparatur. Genauer ist: Wir verändern die Oberfläche so, dass Defekte im Klarlack weniger sichtbar werden.

Das Prinzip
Ein Kratzer im Klarlack ist eine Furche. Um ihn zu entfernen, wird der Klarlack rundherum so weit abgetragen, dass die Oberfläche wieder eben ist. Je tiefer die Furche, desto mehr Material muss weichen.
Eine Lackkorrektur arbeitet daher in Stufen: ein Schleifschritt für den Hauptabtrag, danach ein oder mehrere Finish-Schritte, die die dabei entstandene feine Struktur wieder beseitigen.
Warum die Schichtdicke zählt
Klarlack ist nur wenige Dutzend Mikrometer dick. Wird zu viel abgetragen, fehlt die UV-Schutzschicht. Mit einem Schichtdickenmessgerät lässt sich abschätzen, wie viel Reserve vorhanden ist.
Messwerte sind keine exakte Wissenschaft: Nachlackierungen, Spachtelstellen und Materialunterschiede verfälschen die Anzeige. Deshalb ist Erfahrung ebenso wichtig wie das Gerät.
Was eine Korrektur nicht kann
Kratzer, die bis in die Farbschicht reichen, sind kein Klarlackdefekt. Sie lassen sich nicht durch Politur entfernen, sondern nur lackieren. Auch Steinschläge, Rost und abgeplatzter Lack gehören nicht dazu.
- Tiefe Kratzer, die man mit dem Fingernagel deutlich spürt
- Steinschläge und Lackabplatzer
- Lackschäden durch Unfälle
- Dünner Lack, bei dem keine Reserve für weiteren Abtrag besteht
Was ein realistisches Ergebnis ist
Ein seriöser Anbieter sagt Ihnen vorher, welche Verbesserung zu erwarten ist, und beschreibt, was bleiben wird. Dokumentieren Sie den Zustand vorher, damit Sie das Ergebnis nachvollziehen können.
Danach: schützen
Nach einer Korrektur ist der Lack in seinem besten Zustand. Eine Versiegelung und eine schonende Wäsche verhindern, dass sich die Wirbel erneut bilden.


